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Nachhaltigen Umgang mit Ressourcen vermitteln

 

NEUSATH-PERSCHEN. Seit heutigem 1. Juni ist das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen „Staatlich anerkannte Umweltstation“. Es ist damit erstes bayerisches Freilichtmuseum mit diesem Prädikat. Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer freuen sich sehr über die rasche Aufnahme in den Reigen der Umweltstationen. Bisher gab es sieben solcher außerschulischen Bildungseinrichtungen in der Oberpfalz, ab heute sind es nun acht. „Die schnelle Bearbeitung im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zeigt, dass wir bereits eine gute Basis für den laufenden Betrieb einer Umweltstation mitbringen“, hob Löffler nicht ohne Stolz hervor. Erst im Februar hatte der Bezirk Oberpfalz den Antrag eingereicht. So waren es nicht nur zwei aktuelle Projekte – ein Mustergarten und die Multiplikatorenausbildung –, die für das Bezirksmuseum sprachen, vielmehr überzeugte auch die jahrzehntelange Arbeit die Entscheider in München: „Wir zeigen hier seit Anbeginn, wie der Mensch im Einklang mit der Natur leben kann“, verdeutlichte Löffler.

Bereits 2007 wurde das Museum als besonderer Bildungsort von umweltbildung.bayern zertifiziert. Noch mehr als bisher will das Oberpfälzer Freilandmuseum nun den Besuchern den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen der Natur vermitteln und ein stärkeres Bewusstsein für ein verträgliches Leben mit Natur und Umwelt schaffen.

„Wir zeigen hier im Museum die Kulturlandschaft der Region vor rund 200 Jahren, und der Besucher kann erkennen, was sich seither alles verändert hat“, erläuterte die Leiterin das Museumskonzept. Erfreut zeigte sich der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl über die Anerkennung, so sei nun auch im Landkreis Schwandorf wieder eine Umweltstation zu finden, die insbesondere jungen Menschen umweltgerechtes Wissen an die Hand gebe.
 

Löffler und Angerer erwarten sich vom neuen Prädikat „Umweltstation“ neue Impulse für die Arbeit im Museum und den Ausbau der Vermittlungsarbeit. Die Anerkennung bringt nämlich neben einem gewissen Renommee auch finanzielle Unterstützung durch den Freistaat. Bis zu 50.000 Euro stellt das Umweltministerium für die personelle Ausstattung zur Verfügung, erwartet im Gegenzug eine Vollzeitstelle, die die Aufgaben der Umweltstation erfüllt. Ein passender Mitarbeiter ist bereits im Museum beschäftigt: Zur Hälfte übernimmt Bauhofleiter Christian Wundsam die Aufgaben. Er verfügt über eine Ausbildung zum Diplom-Umweltwissenschaftler. Die andere halbe Stelle soll baldmöglichst mit einem Umweltpädagogen besetzt werden.