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Ein Plädoyer für Oberpfälzer Wirtshauskultur und das gesunde Lebensmittel Fisch

HIRSCHBACH (LANDKREIS AMBERG-SULZBACH) Es war ein überzeugendes Plädoyer für den Wert von Tradition und Heimatbewusstsein in der Oberpfalz: Bezirkstagspräsident Franz Löffler übergab in einem Festakt das Prädikat „Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche“ an die Familie Zuber, die den 1630 erbauten historischen Gasthof „Goldener Hirsch“ in Hirschbach bereits in der dritten Generation bewirtschaftet. Auch die Auszeichnung hat Geschichte: Seit 23 Jahren vergibt der Bezirk das Prädikat „Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche“ an ausgewählte Gastronomiebetriebe in der gesamten Oberpfalz. „Ohne das Bewusstsein der Oberpfälzer für Tradition und Kultur wäre unsere Heimat heute nicht die Top-Region in Bayern und damit in Deutschland“, stellte Löffler fest und verwies auf hervorragende Arbeitsmarktdaten, Wertschöpfung für den Weltmarkt und sehr gute Bildungschancen für junge Menschen. Ein Zeichen für den Zusammenhalt der Oberpfälzer setzte der Bezirk Oberpfalz auch mit der Vergabe der Auszeichnung nach Hirschbach, am nordwestlichen Rand des Regierungsbezirkes, rund zwei Kilometer vor der Grenze zu Mittelfranken. Zur Oberpfälzer Kulturlandschaft gehöre auch der Fisch aus der Region, das zeige die über 1000-jährige Geschichte der Fisch- und Teichwirtschaft, führte Löffler aus. Die Fischereifachberatung und der Teichwirtschaftliche Beispielsbetrieb in Wöllershof leisten bei der Beratung in rechtlichen Fragen, der Fischzucht und der Ausbildung von Fischwirten wertvolle Unterstützungsarbeit für die Fischer und Teichwirte. „Die Natur ist aus dem Gleichgewicht“, konstatierte Löffler angesichts der existenzbedrohenden Schäden für die Teichwirte durch Kormoran, Biber und vor allem dem Fischotter. „Zur Mengenregulierung gibt es sehr konträre Positionen. Es ist wichtig, diese Standpunkte ehrlich zu diskutieren, um einen Konsens für Lösungen zu finden“, sagte Löffler angesichts der Situation, dass die bisherigen Schutz- und Entschädigungs-maßnahmen nicht ausreichen.

Der neu amtierende Präsident des Fischereiverbands Oberpfalz, Hans Holler, betonte den Wert der Auszeichnung nicht nur als Werbung für den Gasthof, sondern für das gesunde Lebensmittel Fisch aus der Oberpfalz insgesamt. Richard Reisinger, Landrat im Kreis Amberg-Sulzbach, stellte die gastronomische Qualität des Hauses heraus. Mit seiner Empfehlung habe der kürzlich verstorbene frühere Regierungspräsident und Vorsitzende des Oberpfälzer Kulturbundes Wilhelm Weidinger den Gasthof in den Kulturführer der 50 historischen Wirtshäuser in der Oberpfalz aufgenommen. Das Fachwerkhaus, dessen Geschichte sich sogar bis ins Jahr 1507 zurückverfolgen lässt, ist heutzutage Wirtschaft und Unterkunft für die Wanderer und Kletterer im Hirschbachtal. Bürgermeister Hans Durst brachte die Aussage der Gäste auf den Punkt: „In Hirschbach war ich noch nie, aber jetzt will ich wieder hin.“ Von der Qualität der Fischzubereitung im „Goldenen Hirsch“ konnten sich die Gäste selbst überzeugen: Als Hauptspeise des Drei-Gänge-Menues wurden leckere Forellen Müllerin Art mit Mandeln serviert.