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Straffälligen Patienten Perspektive geben

 

 

Regensburg. Ein wichtiges Bauprojekt ist mit der Einweihung fertiggestellt worden: der Erweiterungsbau der Erwachsenenforensik und der Neubau der Jugendforensik. Mit der Erweiterung um 32 Betten werden künftig insgesamt 196 Betten (davon 96 im Neubau) für die Erwachsenenforensik zur Verfügung stehen. Die Jugendforensik startet in Regensburg mit 20 Betten.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler betonte anlässlich der Einweihung: „Unser Hauptanliegen ist, forensische Patienten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Wir möchten die positive Arbeit mit den Patienten der Erwachsenenforensik fortsetzen und die Jugendforensik ebenso erfolgreich machen.“

In einer Forensik werden die Patienten therapiert, resozialisiert und gesichert. In Regensburg befindet sich seit 2002 eine eigenständige Forensik. Erfahrungen sammelte die medbo bereits durch den Standort Parsberg mit einer Forensik für Suchtbehandlung Jugendlicher (bis 18 Jahren) und Heranwachsender (bis 21 Jahren).

Der Freistaat hat 40 Millionen Euro in die Erweiterung der Erwachsenenforensik und den Neubau einer Jugendforensik in Regensburg investiert – heute wurde die neue Einrichtung feierlich eröffnet. „Die Jugendforensik in Regensburg ist ein besonders wichtiger Baustein im Maßregelvollzugsangebot des Freistaats Bayern“, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, „hier können wir Jugendliche mit psychischen Problemen gerade auch dann optimal versorgen, wenn sie straffällig geworden sind.“

Der Neubau der Jugendforensik umfasst 20 Plätze. Die Behandlung der jungen Menschen verfolgt neben der Therapie der psychischen Erkrankung einen pädagogischen Ansatz aus Erziehung und Bildung. Damit werden den Jugendlichen und Heranwachsenden Perspektiven in Aussicht gestellt und Angebote gemacht, um sie optimal auf ein straffreies Leben vorzubereiten.