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Mit Europaregion Donau-Moldau vieles erreicht

 SPEINSHART/REGENSBURG. „Wir haben die Chancen der Grenzöffnung genutzt, und die Oberpfalz ist zu einem Spitzenreiter geworden, was Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsmarkt betrifft“, urteilte Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der jüngsten Sitzung des Bezirkstags der Oberpfalz im Kloster Speinshart (Kreis Neustadt a. d. Waldnaab). Die 2012 gegründete Europaregion Donau-Moldau leiste hierzu ihren Beitrag, indem sie Experten aus Bayern, Tschechien und Österreich aus allen Bereichen zusammenbringe. Auch die Oberpfälzer Hochschulen und einige Berufsschulen kooperieren grenzüberschreitend – dank der Europaregion als wichtiges Bindeglied, so Löffler. Nun gehe es um die strukturelle Fortentwicklung des bisher eher als Arbeitsgemeinschaft geführten Zusammenschlusses von sieben Regionen.

In den zurückliegenden Jahren konnte das mittlerweile vierköpfige Team der Europaregion in der Oberpfalz einige Projekte umsetzen, wie Markus Meinke von der Kontakt- und Koordinierungsstelle der Europaregion beim Bezirk Oberpfalz erläuterte. Besonders nachgefragt werden Publikationen wie der gemeinsame Hochschulführer oder eine Handreichung für grenzüberschreitende Radtouren. Die 2016 geschaffenen Beratungsbüros in Weiden und Cham unterstützen kleine und mittlere Unternehmen in der Oberpfalz, Partner in Forschung und Entwicklung zu finden. „Durch die unterstützende Arbeit der Beratungsbüros ermöglichen wir den Unternehmen auch, an entsprechende Förderungen für innovative Projekte zu kommen“, ergänzte Bezirkstagspräsident Löffler.

Für Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (CSU) war es „richtig, diese Europaregion auf den Weg zu bringen“, denn so könne Europaskepsis entgegengewirkt werden: „Die Menschen müssen merken, dass ihnen Europa etwas bringt.“

Gut aufgestellt zeige sich der Bezirk Oberpfalz bei seinen medizinischen Aufgaben, so Löffler. „Wir haben die Medizin zu den Menschen gebracht, und sie wird gut angenommen“, bekräftigte Löffler den Ausbau der wohnortnahen Versorgung im psychiatrischen und kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir im medizinischen Bereich 100 Millionen Euro investiert, ebenso viel werden es in den nächsten fünf Jahren sein“, verdeutlichte Löffler. Als „wirtschaftlich gesundes“ Unternehmen präsentierte Dr. Dr. Helmut Hausner die Medizinischen Einrichtungen des Bezirks (medbo). Der Vorstand der medbo konnte über gute Zahlen und zufriedene Patienten – die Weiterempfehlungsquote liegt bei 97 Prozent – berichten, verdeutlichte aber gleichzeitig, dass die Rahmenbedingungen vor allem für die Psychiatrie schwieriger werden.