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Passgenaue individuelle Hilfen für psychisch Kranke

Die medbo (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz) macht es sich gemeinsam mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDi) und den Psychosozialen Beratungsstellen für Suchtgefährdete (PSB) der Oberpfalz sowie der Psychosozialen Beratung an den Gesundheitsämtern zur Aufgabe, die Versorgung der von psychischer und Suchterkrankung betroffenen Menschen in der Oberpfalz zu verbessern.

Bezirkstagspräsident Löffler verwies bei der feierlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages darauf, dass psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen die ganze Gesellschaft betreffen können. Erfreulich sei, dass sich die Gesellschaft den Therapiemöglichkeiten weitgehend geöffnet hat. „Es ist wichtig mit diesem Netzwerk die Menschen an die richtigen Beratungsstellen und Behandlungsmöglichkeiten zu vermitteln“, erläuterte Löffler und lobte die bisherige Zusammenarbeit.

Die Psychiatriekoordinatorin des Bezirks Oberpfalz, Anna Magin, stellte die Ziele der Kooperationsvereinbarung vor. Den Patienten sollen passgenaue individuelle Lösungen ermöglicht werden. Jeder, der Hilfe braucht, soll den für ihn geeigneten Platz im Hilfesystem und die für ihn geeigneten Angebote finden. Im Rahmen einer verbindlichen Kooperation sollen Ressourcen effizienter genutzt sowie bestehende Strukturen und Abläufe optimiert und vereinfacht werden. Insbesondere sollen, unter steter Wahrung des Datenschutzes und der Wünsche der Patienten, die Übergänge zwischen den Sektoren so gestaltet werden, dass auf Wunsch eine lückenlose Behandlung und Begleitung gewährleistet werden kann.

Detlef Edelmann, Vorstand des Diakonischen Werks Altdorf-Hersbruck-Neumarkt, begrüßt die Kooperationsvereinbarung, da sie unter anderem Verbindlichkeit beinhaltet. In einem einjährigen Prozess wurde diese Kooperationsvereinbarung gemeinsam von Vertretern aller Vertragspartner erarbeitet. Allerdings sei es nötig, den Prozess immer weiter auszuarbeiten, da sich die Rahmenbedingungen durch kürzere Verweildauern in Kliniken und neue Diagnosen ständig ändern, erklärte Prof. Dr. Langguth, Chefarzt am medbo Bezirksklinikum Regensburg : „Wir haben alle das gleiche Ziel: Die bestmögliche Behandlung des Patienten, der eine möglichst gute Teilhabe erfahren soll.“