Schrift
Home >> Natur und Umwelt >> Teichwirtschaft in der Oberpfalz
Geschichte der Teichwirtschaft in der Oberpfalz

Die in den Teichen aufgezogenen Karpfen, Schleien, Hechte und Orfen dienten dem Klerus und der Bevölkerung als Fastenspeise. Vom Zisterzienserstift Waldsassen gingen wichtige Impulse für die Entwicklung der Karpfenteichwirtschaft in Europa aus.

Die Forellenteichwirtschaft ist hingegen wesentlich jüngeren Datums. Sie entstand erst in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Die Entwicklung der Karpfenteichwirtschaft in der Oberpfalz:

  

  • Errichtung von Karpfenteichen in der Regel auf ertragsarmen, vernässten Böden

     

  • Ältester bekannter Karpfenteich ist der ehemalige Untere Stadtweiher in Tirschenreuth (1217-1219 errichtet); Die Teiche in der Gegend um Mitterteich sind bis auf das Jahr 1130 zurück zuverfolgen.

     

  • Das Zisterzienserstift Waldsassen verfügte bereits 1310 über 200 Teiche.

     

  • Die Blütezeit der Teichwirtschaft war die Zeit zwischen Mitte des 14. und Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Errichtung vieler weiterer Teiche, unter anderem zum Betrieb von Mühlen, Sägen, Glasschleifen, Hammer- und Polierwerken. Die Teichfläche der Oberpfalz wuchs damals auf etwa 60.000 Tagwerk (= 20.000 Hektar) an.

     

  • Ein großer Teil der Teiche ging durch die Folgen der Säkularisation und der Umwandlung von Teichen in Ackerland nach Einführung der Düngelehre Mitte des 19. Jahrhunderts verloren.

     

  • Seit 1960 entscheidender Aufschwung der Teichwirtschaft durch die Sanierung und Neuanlage von Teichen mit Hilfe staatlich geförderter Teichbauprogramme. Die Investitionen liegen bei über 35 Millionen Euro. Die Teichfläche ist seit 1960 von 8.000 Hektar auf 10.000 Hektar angewachsen.

In unserer Bildergalerie finden Sie historische Aufnahmen der Oberpfälzer Fischwirtschaft.
Mit einem Klick auf das jeweilige Bild erhalten Sie die Großaufnahme.

Bildergalerie